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Eingetragene Gewerbetreibende in der Volkswirtschaft der Woiwodschaft Großpolen

Ende 2007 waren in der Woiwodschaft Großpolen 352.236 Gewerbetreibende im Gewerberegister REGON angemeldet (ohne Einzelunternehmer in der Landwirtschaft), davon 77.019 juristische Personen des Privatrechts und des öffentlichen Rechts sowie 275.217 natürliche Personen, die eine Geschäftstätigkeit betreiben. Im Privatsektor waren 342.074 Unternehmen tätig, im öffentlichen 10.162. Im Laufe des Jahres erhöhte sich die Zahl der registrierten Gewerbetreibende um 1,9%. Im Bereich der juristischen Personen des Privatrechts und des öffentlichen Rechts betrug der Zuwachs 3,5 %, bei den natürlichen Personen stieg der Zahl der Gewerbetreibenden um 1,5%.

Ausländische Investitionen in Großpolen


In der Wirtschaftslandschaft der Region sind bekannte europäische und internationale Firmen vertreten. Ende 2007 arbeiteten in der Woiwodschaft 5456 Unternehmen mit ausländischem Kapital. Diese Firmen investieren in folgende Sektoren: Lebensmittel, Chemie, Pharmazie, Transport, Maschinen- und Anlagenbau. Bedeutend sind auch die ausländischen Investitionen in den Finanzmarkt sowie – in letzter Zeit – in den Handel. Bei den ausländischen Investitionen dominiert deutsches Investitionskapital. Beträchtlich ist auch der Anteil an britischem, amerikanischem, irischem und schwedischem Kapital. Der Gesamtwert an investiertem ausländischem Kapital in Großpolen beträgt fast 8 Mrd. Dollar. Über 60 Prozent der Unternehmen mit ausländischem Kapital sind in Poznań und Umgebung angesiedelt. Bei Moody's Investors Service Rating schnitt Poznań als eine der besten Städte  Polens ab. Das bedeutet, dass Poznań ein sicherer und zuverlässiger Partner für ausländische Unternehmen ist.

Export und Import


Produkte der mittleren Hochtechnologie (nach der OECD-Klassifikation) bilden die Grundlage des Umsatzes im Export von Großpolen. Nach der WIFO 1-Klassifikation ist der Anteil der High-Tech-Güter, zu dem die Erzeugnisse der Kfz-Industrie gehören, besonders hoch. Die Gesamtabzinsung des Gewinns durch die modernen Sektoren wird davon abhängen, ob sich die exportierenden Firmen für den Wettbewerb über niedrige Kosten oder über Innovationen entscheiden. Bei vielen Produkten ist der Kampf um Kunden ausschließlich über Kostenreduzierung gegenüber den ungewöhnlich starken, oft mit illegalen Methoden (Dumping) auf den Markt gebrachten Konkurrenzprodukten aus China und Fernost zum Scheitern verurteilt.
In der Exportstruktur – geographisch betrachtet – dominieren die EU-Länder. 2007 betrug der Anteil der EU („alte“ und „neue“ Mitgliedsländer) am Export der Woiwodschaft 83,2%.
Unter dem Aspekt der geographischen Konzentration aus betrachtet, gehört Großpolen zu den Woiwodschaften mit einer sehr diffusen Exportstruktur. An fünf bedeutende Handelspartner gehen 57,2% des Exports der Woiwodschaft. Es muss betont werden, dass diese Konzentration einen Rückgang erfuhr: von 73% im Jahr 2000 auf 57% in 2007. Die nach Erzeugnissen aufgeteilte Handelsbilanz weist einen größten Überschuss bei: Kraftfahrzeugen, Sitzmöbeln, Beleuchtungssystemen und elektrischen Glühbirnen, Matratzen, weiteren Möbeln, Hühner- und Kaninchenfleisch, Lebensmitteln und Haushaltsgeräten auf. Den „tiefsten“ Negativsaldo „erarbeiteten“: Kunststoffformteile, Gusseisen, Stahl und Eisenlegierungen, Medikamente und pharmazeutische Produkte sowie Fahrzeugteile und
Fahrzeugzubehör sowie Fahrzeugmotorenteile und -zubehör. Der größte Absatzmarkt ist Deutschland. 2007 entfielen auf dieses Land 32,9% des Exports der Woiwodschaft. Zu beachten ist der zweite Platz der Niederlande mit 7,4% der Auslandsverkäufe (den dritten Platz  besetzt Frankreich mit 6,4%). Die Überlegenheit Deutschlands ist beachtlich. Der Export nach Deutschland stieg in den Jahren 2000 – 2007 um das Zweifache an.
Die Analyse der Handelsbilanz nach Ländergruppen zeigt eine dauerhafte Tendenz der Vertiefung des Negativsaldos, vor allem beim Handel mit den Ländern des Fernen Ostens sowie seit 2006 mit den Ländern der „alten EU“. 2007 wurde mit Russland, der Ukraine und Weißrussland sowie mit der Gruppe der sog. weiteren Länder ein positiver Saldo notiert.
Großpolen ist auch ein bedeutender Importeur (3. Platz in Polen). Der Import der Woiwodschaft betrug 2007 pro Einwohner über 3,6 Tausend EUR. Deutschland ist wiederum das Land mit dem größten Anteil am Import Großpolens (38,8% Anteil am Gesamtimport der Woiwodschaft). Weitere wichtige Importpartner sind: Tschechien, Italien, China, Frankreich, Belgien, Großbritannien, die Niederlande, Schweden und Spanien. Die wichtigsten Importerzeugnisse sind: Kraftfahrzeuge, Fahrzeugzubehör sowie Fahrzeugmotorenteile und
-zubehör, Medikamente und pharmazeutische Erzeugnisse, Kunststoffformteile, Platten, Bögen, Rohre und Kunststoffgussformen, Gusseisen, Stahl und Eisenlegierungen, Beleuchtungssysteme und elektrische Glühbirnen, weitere Fertigmetallteile, Papier und Karton sowie Aluminium und Aluminiumerzeugnisse.

Wirtschaftszonen und Investitionsparks

Jedes Jahr gelangen mehr Investitionsmittel in den Industriesektor. Eine starke Position hat ebenfalls die Herstellung von Kraftfahrzeugen, Maschinen, elektrischen Apparaturen und Möbeln inne. Um das Potential der Region voll auszunutzen, schufen die lokalen Selbstverwaltungen Wirtschaftszonen und Gewerbeparks, wo Investoren hervorragende logistisch-technische Voraussetzungen für ihre Geschäftstätigkeit vorfinden und zusätzlich Steuerermäßigungen erhalten. Ganz besonders wichtig für die Entwicklung der Woiwodschaft ist das Großpolnische Logistikzentrum (Wielkopolskie Centrum Logistyczne – WCL), das in der Nähe von Konin, an der Autobahn A2 angesiedelt ist. Es bietet für Investoren ein spezielles Terrain in der Nähe eines Autobahnknotenpunktes, vollständige Infrastruktur (Zugang zu Telekommunikation, Strom, Wasser, Abwasser und Gas) sowie vorhandenes Arbeitskräftepotential. Die Hauptziele des Großpolnischen Logistikzentrums sind: Bereitstellung von Transport- und Speditionsdienstleistungen und ergänzenden Dienstleistungen, wie: Lager-, Umlade- und Veredelungsdienstleistungen.
Alle Städte Großpolens bieten erstklassige Bedingungen für Investitionen. Im Investitionspark Śrem werden den Unternehmen neben einer entwickelten Infrastruktur sehr günstige finanzpolitische Lösungen angeboten. Die Selbstverwaltung senkte die Gemeindesteuer und führte eine fünfjährige Befreiung von der Grundsteuer ein. Der Śrem-Park offeriert den Investoren sogar attraktive Flächen für den Wohnungsbau. Das in der Wirtschaft so wichtige Vertrauen wird durch eine seit Jahren stabile kommunale Preispolitik aufgebaut.
Die Industriezone von Grodzisk (Grodziska Strefa Przemysłowa – GSP) ist vor allem für Investitionen in die lebensmittelverarbeitende Industrie ein idealer Standort. Die Lage neben der Landstraße Poznań - Zielona Góra (Grünberg) sowie in unmittelbarer Nähe zur Stadt (man kann die ausgebaute Infrastruktur des Ortes Grodzisk Wielkopolski nutzen) erhöht die Attraktivität dieser Flächen. Ein sichtbarer Effekt der Wirkungsweise der Industriezone Grodzisk und ihrer zügigen Entwicklung ist das Entstehen eines neuen Stadtteils, der von Industrie, Lager, Handel und Werbung geprägt ist.
In der gesamten Woiwodschaft Großpolen wurde kein Sonderwirtschaftsraum eingerichtet. Es gibt hingegen Unterräume des Sonderwirtschaftsraumes Kamienna Góra (Ostrów Wielkopolski), des Sonderwirtschaftsraumes Kostrzyń – Słubice (Chodzież, Swarzędz, Poznań), des Sonderwirtschaftsraumes Łodź (Nowe Skalmierzyce, Koło, Turek und Ostrzeszów) sowie des Sonderwirtschaftsraumes Wałbrzych „Invest Park” (Krotoszyn, Śrem Leszno und Września).
 

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