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Eingetragene Gewerbetreibende in der Volkswirtschaft der Woiwodschaft Großpolen


Ende 2007 waren in der Woiwodschaft Großpolen 352.236 Gewerbetreibende im Gewerberegister REGON angemeldet (ohne Einzelunternehmer in der Landwirtschaft), davon 77.019 juristische Personen des Privatrechts und des öffentlichen Rechts sowie 275.217 natürliche Personen, die eine Geschäftstätigkeit betreiben. Im Privatsektor waren 342.074 Unternehmen tätig, im öffentlichen 10.162. Im Laufe des Jahres erhöhte sich die Zahl der registrierten Gewerbetreibende um 1,9%. Im Bereich der juristischen Personen des Privatrechts und des öffentlichen Rechts betrug der Zuwachs 3,5 %, bei den natürlichen Personen stieg der Zahl der Gewerbetreibenden um 1,5%.

Sichere Investitionen
 

Die Woiwodschaft Großpolen zählt zu den drei für Investitionen attraktivsten Regionen in ganz Polen. Darüber entschieden folgende Faktoren: Verkehrsinfrastruktur, Gewerbeumfeld, Marktaufnahmefähigkeit, Niveau der industriellen Entwicklung und die Dynamik des Transformationsprozesses. Fitch Ratings, eine internationale Ratingagentur, im Jahr 2011 hat das landesweite Langzeitrating für die Woiwodschaft auf einem Niveau AA+ behalten. Das bedeutet, dass die langfristige Perspektive dieses Ratings stabil bleiben wird. Nicht ohne Bedeutung ist der Beitritt Polens zu den EU-Strukturen, wodurch die finanzielle Vertrauenswürdigkeit und die Attraktivität für Investitionen der Regionen gestärkt werden. Der beträchtliche Einsatz von ausländischem Kapital bei den Investitionen vor Ort ist charakteristisch für Großpolen. Über 80 Prozent der Gewerbetreibenden mit ausländischem Kapital sind in Poznań und Umgebung angesiedelt.

Die in Großpolen schlummernden Möglichkeiten fanden Anerkennung unter internationalen Konzernen. Das der Region entgegengebrachte Vertrauen brachte schon in den ersten sechs Jahren des gesellschaftlich-wirtschaftlichen Wandels Gewinn, als ausländische Unternehmen über 8 Mrd. Dollar in der Woiwodschaft investierten. Die Hauptbranchen der Investitionen stellen die Sektoren: Lebensmittel, Chemie und Pharmazie, Transportmittel sowie Maschinen und Anlagen dar. Bedeutend sind der Anteil des Finanzsektors sowie der wachsende Anteil des Handels. Bei den ausländischen Investitionen dominiert deutsches Kapital. Große Anteile haben auch: britisches, amerikanisches, holländisches, irisches und schwedisches und koreanisches Kapital. Die größten ausländischen Investoren sind: Beiersdorf, Volkswagen, MAN aus Deutschland, Glaxo Smith Kline aus Großbritannien, Samsung aus Korea, Wrigley Company und Exide aus den USA, Bridgestone, Matsushita aus Japan, Nestle aus der Schweiz und Philips aus Holland.

Nach wie vor klopfen an Großpolens Tür neue Investoren und Unternehmer, denen die Region attraktive Gelände mit verschieden großen Flächen, auf über die gesamte Woiwodschaft verteilten Standorten anbietet. Besonders die Selbstverwaltungen der Gemeinden sind an neuen Investoren interessiert. Sie locken sie mit günstigen Kaufbedingungen von Immobilien, Steuererleichterungen und Ermäßigungen bei kommunalen Gebühren, mit Hilfe bei der Erledigung notwendiger Formalitäten zur Aufnahme einer Geschäftstätigkeit, Unterstützung im Bereich Einführung und Verbreitung neuer innovativer Technologien. Großpolen ist außergewöhnlich investorenfreundlich und bietet beste Bedingungen für sicheres Investieren.

Export und Import


Produkte der mittleren Hochtechnologie (nach der OECD-Klassifikation) bilden die Grundlage des Umsatzes im Export von Großpolen. Nach der WIFO 1-Klassifikation ist der Anteil der High-Tech-Güter, zu dem die Erzeugnisse der Kfz-Industrie gehören, besonders hoch. Die Gesamtabzinsung des Gewinns durch die modernen Sektoren wird davon abhängen, ob sich die exportierenden Firmen für den Wettbewerb über niedrige Kosten oder über Innovationen entscheiden. Bei vielen Produkten ist der Kampf um Kunden ausschließlich über Kostenreduzierung gegenüber den ungewöhnlich starken, oft mit illegalen Methoden (Dumping) auf den Markt gebrachten Konkurrenzprodukten aus China und Fernost zum Scheitern verurteilt.

In der Exportstruktur – geographisch betrachtet – dominieren die EU-Länder. 2007 betrug der Anteil der EU („alte“ und „neue“ Mitgliedsländer) am Export der Woiwodschaft 83,2%. Unter dem Aspekt der geographischen Konzentration aus betrachtet, gehört Großpolen zu den Woiwodschaften mit einer sehr diffusen Exportstruktur. An fünf bedeutende Handelspartner gehen 57,2% des Exports der Woiwodschaft. Es muss betont werden, dass diese Konzentration einen Rückgang erfuhr: von 73% im Jahr 2000 auf 57% in 2007. Die nach Erzeugnissen aufgeteilte Handelsbilanz weist einen größten Überschuss bei: Kraftfahrzeugen, Sitzmöbeln, Beleuchtungssystemen und elektrischen Glühbirnen, Matratzen, weiteren Möbeln, Hühner- und Kaninchenfleisch, Lebensmitteln und Haushaltsgeräten auf. Den „tiefsten“ Negativsaldo „erarbeiteten“: Kunststoffformteile, Gusseisen, Stahl und Eisenlegierungen, Medikamente und pharmazeutische Produkte sowie Fahrzeugteile und Fahrzeugzubehör sowie Fahrzeugmotorenteile und -zubehör. Der größte Absatzmarkt ist Deutschland. 2007 entfielen auf dieses Land 32,9% des Exports der Woiwodschaft. Zu beachten ist der zweite Platz der Niederlande mit 7,4% der Auslandsverkäufe (den dritten Platz  besetzt Frankreich mit 6,4%). Die Überlegenheit Deutschlands ist beachtlich. Der Export nach Deutschland stieg in den Jahren 2000 – 2007 um das Zweifache an.

Die Analyse der Handelsbilanz nach Ländergruppen zeigt eine dauerhafte Tendenz der Vertiefung des Negativsaldos, vor allem beim Handel mit den Ländern des Fernen Ostens sowie seit 2006 mit den Ländern der „alten EU“. 2007 wurde mit Russland, der Ukraine und Weißrussland sowie mit der Gruppe der sog. weiteren Länder ein positiver Saldo notiert.

Großpolen ist auch ein bedeutender Importeur (3. Platz in Polen). Der Import der Woiwodschaft betrug 2007 pro Einwohner über 3,6 Tausend EUR. Deutschland ist wiederum das Land mit dem größten Anteil am Import Großpolens (38,8% Anteil am Gesamtimport der Woiwodschaft). Weitere wichtige Importpartner sind: Tschechien, Italien, China, Frankreich, Belgien, Großbritannien, die Niederlande, Schweden und Spanien. Die wichtigsten Importerzeugnisse sind: Kraftfahrzeuge, Fahrzeugzubehör sowie Fahrzeugmotorenteile und -zubehör, Medikamente und pharmazeutische Erzeugnisse, Kunststoffformteile, Platten, Bögen, Rohre und Kunststoffgussformen, Gusseisen, Stahl und Eisenlegierungen, Beleuchtungssysteme und elektrische Glühbirnen, weitere Fertigmetallteile, Papier und Karton sowie Aluminium und Aluminiumerzeugnisse.

Wirtschaftszonen und Investitionsparks
 

Jedes Jahr gelangen mehr Investitionsmittel in den Industriesektor. Eine starke Position hat ebenfalls die Herstellung von Kraftfahrzeugen, Maschinen, elektrischen Apparaturen und Möbeln inne. Um das Potential der Region voll auszunutzen, schufen die lokalen Selbstverwaltungen Wirtschaftszonen und Gewerbeparks, wo Investoren hervorragende logistisch-technische Voraussetzungen für ihre Geschäftstätigkeit vorfinden und zusätzlich Steuerermäßigungen erhalten. Ganz besonders wichtig für die Entwicklung der Woiwodschaft ist das Großpolnische Logistikzentrum (Wielkopolskie Centrum Logistyczne – WCL), das in der Nähe von Konin, an der Autobahn A2 angesiedelt ist. Es bietet für Investoren ein spezielles Terrain in der Nähe eines Autobahnknotenpunktes, vollständige Infrastruktur (Zugang zu Telekommunikation, Strom, Wasser, Abwasser und Gas) sowie vorhandenes Arbeitskräftepotential. Die Hauptziele des Großpolnischen Logistikzentrums sind: Bereitstellung von Transport- und Speditionsdienstleistungen und ergänzenden Dienstleistungen, wie: Lager-, Umlade- und Veredelungsdienstleistungen.
Alle Städte Großpolens bieten erstklassige Bedingungen für Investitionen. Im Investitionspark Śrem werden den Unternehmen neben einer entwickelten Infrastruktur sehr günstige finanzpolitische Lösungen angeboten. Die Selbstverwaltung senkte die Gemeindesteuer und führte eine fünfjährige Befreiung von der Grundsteuer ein. Der Śrem-Park offeriert den Investoren sogar attraktive Flächen für den Wohnungsbau. Das in der Wirtschaft so wichtige Vertrauen wird durch eine seit Jahren stabile kommunale Preispolitik aufgebaut.
Die Industriezone von Grodzisk (Grodziska Strefa Przemysłowa – GSP) ist vor allem für Investitionen in die lebensmittelverarbeitende Industrie ein idealer Standort. Die Lage neben der Landstraße Poznań - Zielona Góra (Grünberg) sowie in unmittelbarer Nähe zur Stadt (man kann die ausgebaute Infrastruktur des Ortes Grodzisk Wielkopolski nutzen) erhöht die Attraktivität dieser Flächen. Ein sichtbarer Effekt der Wirkungsweise der Industriezone Grodzisk und ihrer zügigen Entwicklung ist das Entstehen eines neuen Stadtteils, der von Industrie, Lager, Handel und Werbung geprägt ist.
In der gesamten Woiwodschaft Großpolen wurde kein Sonderwirtschaftsraum eingerichtet. Es gibt hingegen Unterräume des Sonderwirtschaftsraumes Kamienna Góra (Ostrów Wielkopolski), des Sonderwirtschaftsraumes Kostrzyń – Słubice (Chodzież, Swarzędz, Poznań), des Sonderwirtschaftsraumes Łodź (Nowe Skalmierzyce, Koło, Turek und Ostrzeszów) sowie des Sonderwirtschaftsraumes Wałbrzych „Invest Park” (Krotoszyn, Śrem Leszno und Września).

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